Chronik des SPD Stadtverbands Olsberg

Chronik des SPD Stadtverbands Olsberg
von Petra Brandenburg, Willy Judith, Thomas Köster, Jürgen Kröger, Alfred Metten, Rudolf Przygoda,
Peter Rosenfeld und Ferdi Wiegelmann

Die Geschichte des SPD Stadtverbands Olsberg ist eng verbunden mit der noch jungen Geschichte der
Stadt Olsberg, die mit der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen am 1. Januar 1975
begann. Die Stadt Olsberg entstand aus dem Zusammenschluss der seit dem 1. Juli 1969 bestehenden
Stadt Bigge-Olsberg mit den Gemeinden Antfeld, Assinghausen, Bruchhausen, Brunskappel,
Elleringhausen, Elpe/Heinrichsdorf, Helmeringhausen, Wiemeringhausen und Wulmeringhausen (alle
aus dem Amt Bigge) sowie der Gemeinde Gevelinghausen (aus dem Amt Bestwig). Mit Gründung der
Stadt Olsberg wurde es aus kommunalpolitischer Sicht 1975 erforderlich, auch auf SPD Ebene ein
Gremium zu schaffen, dass rechtlich in der Lage war, zu Kommunalwahlen Kandidatenvorschläge für das
Stadtgebiet Olsberg abzugeben. Die bestehenden Ortsvereine wären nur jeweils für ihren Ortsteil dazu
in der Lage gewesen.

Erster Vorsitzender des SPD-Stadtverbands war Dr. Claus Fruhen. Ihm folgte Egon Kramer. Der
Stadtverband verstand sich in dieser Zeit lediglich als Dachorganisation, ohne eigene politische
Aufgabenwahrnehmung. Es wurden zwar regelmäßig Vorstandssitzungen durchgeführt, aber die
inhaltliche politische Arbeit wurde der SPD Fraktion und der zunehmenden Anzahl von Ortsvereinen im
Stadtgebiet überlassen, auch um so die SPD in den Dörfern zu stärken. In diesen Jahren erfolgten die
Gründungen der Ortsvereine Antfeld, Brunskappel, Elleringhausen-Bruchhausen und Wulmeringhausen,
die durch die direkte Arbeit vor Ort besser politisch wirken und Menschen für die Sozialdemokratie
gewinnen konnten. So ist die Geschichte der SPD in der noch jungen Stadt Olsberg eine Geschichte der
Ortsvereine. Diese Geschichte soll beispielhaft an den SPD Ortsvereinen Elleringhausen-Bruchhausen
und Elpe erzählt werden sowie in einer chronologischen Übersicht anhand der Geschichte der
Ortsvereine Antfeld und Wulmeringhausen. Schließlich war es in diesen Jahren noch nicht
selbstverständlich, Sozialdemokratin und Sozialdemokrat im Sauerland zu sein. Ein gesondertes Kapitel
geht auf die Geschichte der SPD in der Kernstadt ein.